Krankengeld-Rechner 2026
Berechnen Sie Ihr Krankengeld nach Ende der 6-wöchigen Lohnfortzahlung durch den Arbeitgeber – für gesetzlich Versicherte 2026.
Wann wird Krankengeld gezahlt?
Für die ersten 42 Tage (6 Wochen) einer Erkrankung zahlt Ihr Arbeitgeber 100 % Ihres Gehalts weiter (Lohnfortzahlung). Danach übernimmt Ihre Krankenkasse das Krankengeld. Es beträgt 70 % des Bruttogehalts, max. 90 % des Nettos, und wird bis zu 78 Wochen je Erkrankung gezahlt.
Phase 1 · Tag 1–42
Lohnfortzahlung durch Arbeitgeber
3.000,00 €
100 % Bruttogehalt / Monat
Phase 2 · Ab Tag 43
Krankengeld von Krankenkasse
1.681,16 €
Netto / Monat (nach SV-Abzügen)
Krankengeld brutto / Tag
63,00 €
KG brutto / Tag
63,00 €
KG netto / Tag
56,04 €
KG brutto / Monat (30 Tage)
1.890,00 €
KG netto / Monat
1.681,16 €
Max. Bezugsdauer
78 Wochen / Erkrankung
BBG Tageshöchstsatz
128,63 €
SV-Abzüge auf Krankengeld: ca. 11,05 % (Renten-, Pflege-, Arbeitslosenversicherung – keine Krankenversicherung). Nettowert ist eine Schätzung; tatsächliche Abzüge hängen von der Steuerklasse ab.
Disclaimer: Dieser Rechner dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Alle Berechnungen sind unverbindliche Schätzungen auf Basis der Gesetze und Werte für das Jahr 2026. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Steuerberater, Rechtsanwalt oder die zuständige Behörde.
Ratgeber
Krankengeld 2026 – alles erklärt
Ab wann zahlt die Kasse? Wie lange? Was ist der Unterschied zur Entgeltfortzahlung? Mit Rechenbeispielen.
Zum Ratgeber →Zustaendige Stelle
Ihre gesetzliche Krankenkasse
Zuständige Behörde für Krankengeld
Das Krankengeld wird von Ihrer Krankenkasse (GKV) ab dem 43. Krankheitstag ausgezahlt. Die Krankmeldung muss lückenlos vorliegen.
Infos GKV-Spitzenverband
gkv-spitzenverband.deHäufige Fragen zum Krankengeld
Krankengeld 2026: Alles Wichtige zur Lohnfortzahlung und Krankengeldbezug
Im Krankheitsfall greifen in Deutschland zwei aufeinanderfolgende Sicherungsnetze: Zunächst zahlt der Arbeitgeber für die ersten 6 Wochen (42 Tage) den vollen Lohn weiter. Ab dem 43. Krankheitstag übernimmt die gesetzliche Krankenkasse das Krankengeld.
So berechnet sich Ihr Krankengeld
- 1Ausgangsbasis: Regelentgelt = Bruttogehalt der letzten 4 Wochen vor Erkrankung (gedeckelt auf BBG: 5.512,50 EUR/Monat)
- 2Krankengeld = 70 % des Regelentgelts brutto, max. 90 % des Nettoentgelts
- 3Davon Abzug: ca. 11,05 % Sozialversicherungsbeiträge (Rente, Pflege, Arbeitslosenversicherung – keine KV)
- 4Ergebnis: Krankengeld netto = ca. 56–62 % des vorherigen Bruttogehalts
Krankmeldung – was Sie wissen müssen
Krankmeldungen müssen lückenlos vorliegen. Fehlt auch nur ein Tag ohne Attest, kann die Krankenkasse den Bezug unterbrechen. Bei längerer Erkrankung stellt die Krankenkasse nach Ablauf der Lohnfortzahlung automatisch auf Krankengeld um – Sie müssen lediglich die Bescheinigungen (AU-Schein) fristgerecht einreichen. Seit 2023 übermittelt der Arzt die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (eAU) digital an die Krankenkasse.
Was passiert nach 78 Wochen?
Nach Ausschöpfung des Krankengeldes (78 Wochen innerhalb von 3 Jahren für dieselbe Erkrankung) gibt es mehrere Optionen: Rückkehr zur Arbeit, Beantragung von Bürgergeld (wenn kein neuer Beschäftigungsanspruch besteht), oder bei dauerhafter Erwerbsminderung die Erwerbsminderungsrente. Sprechen Sie rechtzeitig – möglichst 4–6 Wochen vor Ablauf des Krankengeldes – mit Ihrer Krankenkasse und der Deutschen Rentenversicherung.